Warum Brot heute oft nicht mehr gesund ist
Viele Menschen vertragen Brot heute schlechter als früher. Das liegt jedoch nicht unbedingt am Brot selbst. Vielmehr hat sich die Art verändert, wie Brot hergestellt wird. Industriell produziertes Brot enthält oft zahlreiche Zusatzstoffe. Dazu gehören Emulgatoren, Konservierungsstoffe und Backhilfsmittel. Außerdem werden viele Teige sehr schnell verarbeitet. Häufig bleibt keine Zeit für eine lange Fermentation. Genau das macht jedoch einen großen Unterschied.
Warum traditionelles Sauerteigbrot gesünder sein kann
Früher bestand Brot meist nur aus wenigen Zutaten:
- Mehl
- Wasser
- Salz
- Sauerteig
Mehr brauchte es nicht. Durch die lange Gehzeit können natürliche Fermentationsprozesse stattfinden. Dadurch werden bestimmte Inhaltsstoffe besser aufgeschlossen. Gleichzeitig wird das Brot oft bekömmlicher und aromatischer. Außerdem bleibt echtes Sauerteigbrot häufig länger frisch. Deshalb backe ich mein Brot am liebsten selbst.

Einfaches Sauerteigbrot Rezept
Zutaten
- 500 g Mehl
- 150 g Roggenmehl
- 350 g Dinkelmehl
- 300 ml Wasser
- 10 g Salz
- 100 g aktiver Sauerteig-Starter
Sauerteigbrot Teig herstellen
Gib zunächst das Mehl, Wasser und den Sauerteig-Starter in eine große Schüssel. Vermische alles gründlich. Anschließend gib das Salz dazu. Nun knetest du den Teig für einige Minuten. Er sollte gleichmäßig und geschmeidig werden. Danach deckst du die Schüssel ab und lässt den Teig etwa 30 Minuten ruhen.
Stretch and Fold: Teig dehnen und falten
Nach der ersten Ruhezeit beginnt das sogenannte Stretch and Fold. Ziehe dafür eine Seite des Teiges vorsichtig nach oben und falte sie zur Mitte. Wiederhole diesen Vorgang von allen vier Seiten. Dadurch entwickelt der Teig mehr Struktur und Stabilität. Decke die Schüssel wieder ab. Lasse den Teig weitere 30 bis 60 Minuten ruhen. Danach kannst du den Stretch-and-Fold-Vorgang noch ein- bis zweimal wiederholen.
Sauerteigbrot über Nacht im Kühlschrank gehen lassen
Nun deckst du den Teig gut ab. Stelle ihn anschließend über Nacht in den Kühlschrank. Die lange, kalte Fermentation sorgt für mehr Geschmack und eine bessere Teigstruktur.
Sauerteigbrot am nächsten Tag formen
Hole den Teig am nächsten Tag aus dem Kühlschrank. Führe erneut einen Stretch-and-Fold-Durchgang durch. Anschließend formst du den Teig vorsichtig. Lege ihn in eine Kastenbackform, die du vorher mit Backpapier auslegst.
Zweite Gehzeit für ein luftiges Sauerteigbrot
Decke die Form wieder ab. Lasse den Teig nun erneut gehen. Die gesamte Gehzeit sollte mindestens 12 Stunden betragen. Noch besser sind oft 18 bis 24 Stunden. Je länger der Teig Zeit bekommt, desto mehr Geschmack entwickelt sich und desto besser bekömmlich ist das Brot.
Sauerteigbrot richtig backen
Heize den Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vor. Stelle zusätzlich ein hitzebeständiges Gefäß mit Wasser auf den Boden des Backofens. Der Wasserdampf sorgt später für eine besonders schöne Kruste. Ritze den Teig vor dem Backen mit einem scharfen Messer ein. Dadurch kann das Brot kontrolliert aufgehen. Backe das Brot zunächst etwa 20 Minuten bei 230 °C. Anschließend reduzierst du die Temperatur auf 200 °C. Backe es weitere 20 bis 25 Minuten fertig. Danach lässt du das Brot vollständig auskühlen.
Fazit: Sauerteigbrot selber backen lohnt sich
Sauerteigbrot selber zu machen braucht etwas Zeit. Der Aufwand ist jedoch überraschend gering. Dafür erhältst du ein Brot mit wenigen natürlichen Zutaten, einer langen Fermentation und einem unvergleichlichen Geschmack. Außerdem weißt du genau, was drin steckt. Und genau das macht für viele Menschen den Unterschied.
Viel Freude beim Backen!
Sweet Ocean Kisses, Mermaid Kat

